Ihr tägliches Update zu den Datenschutzthemen in Deutschland und Europa.
Festes Symbolbild des Datenschutz-Tagesrückblicks, keine Aufnahme der berichteten Fälle. Pexels · Foto 5380664 · CC0-Lizenz
Mitarbeiterfotos als Fahndungstreffer?
Öffentliche Mitarbeiterporträts könnten bei einer automatisierten Gesichtssuche zu Treffern werden. In der heutigen Bundestagsanhörung zu digitalen Ermittlungsbefugnissen war umstritten, welche Grenzen Unbeteiligte schützen. Datenschutzexperten verlangen Änderungen, das Bundeskriminalamt wirbt für neue technische Möglichkeiten. Die Anhörung schafft noch keine neue Befugnis. Für Firmen bleiben der Zweck eigener Fotoveröffentlichungen und die Prüfung konkreter Behördenanfragen maßgeblich.
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Kundendaten fürs KI-Training ohne neue Einwilligung?
noyb kritisiert deutsche Änderungsvorschläge zum Digitalen Omnibus, dem EU-Paket zur Vereinfachung digitaler Vorschriften. Bestehende Kundendaten sollen leichter für KI-Training nutzbar werden. Auch Ausnahmen von Lösch- und Berichtigungsrechten stehen zur Debatte. Die veröffentlichten Verhandlungstexte ändern das geltende Recht noch nicht. Unternehmen sollten daher genau prüfen, welche Trainingsrechte ihre Softwareanbieter vertraglich beanspruchen.
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Google speichert Standortdaten. Wie viel verraten unsere Wege?
Die irische Datenschutzaufsicht hat ein Bußgeld von 403 Millionen Euro gegen Google veröffentlicht. Beanstandet werden unter anderem unzureichende Informationen und eine zu lange Speicherung von Standortdaten. Das Verfahren betrifft den Zeitraum 2018 bis 2020; heutige Einstellungen lassen sich daraus nicht pauschal bewerten. Für Anbieter eigener Standortdienste stellt sich die Frage, ob Zweck, Speicherdauer und tatsächlicher Datenfluss zusammenpassen. Stand des Bußgelds: 21.09.2026.
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Was darf die neue Gmail-KI im Firmenpostfach durchsuchen?
Für berechtigte Workspace-Firmenkonten beginnt heute eine weitere Einführungsphase der KI-Suche in Gmail. Antworten können Informationen aus mehreren E-Mails zusammenführen. Ein abgeschalteter Gemini-Bereich in Gmail bedeutet jedoch keine umfassende Sperre der Postfachdaten als KI-Quelle. Administratoren müssen Funktionsschalter und Quellenzugriff getrennt prüfen. Der Rollout dauert laut Google ein bis drei Tage; private Konten im Europäischen Wirtschaftsraum sind ausgenommen.
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