Ihr tägliches Update zu den Datenschutzthemen in Deutschland und Europa.
Festes Symbolbild für den Datenschutz-Rückblick, keine Aufnahme eines der beschriebenen Fälle. Pexels / Foto-ID 5380664 / CC0-Lizenz.
Snapchat vor Gericht wegen Werbung mit privaten KI-Chats
Was Jugendliche einem Chatbot anvertrauen, kann besonders geschützte Angaben enthalten. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat heute ein Urteil gegen Snapchat veröffentlicht: Das Landgericht Köln beanstandet die Nutzung sensibler Daten für Werbung und voreingestellte Werbeoptionen. Die Entscheidung vom 17. September ist noch nicht rechtskräftig. Anbieter eigener Kundenchats sollten prüfen, ob Gesprächsinhalte an Werbepartner gelangen und welche Zustimmung dafür tatsächlich eingeholt wird.
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Notrufdaten auf dem Weg zur nächsten Stelle
Nach einem Anruf bei 112 oder 116117 sollen bereits erhobene Angaben künftig mit dem Hilfeersuchen weitergeleitet werden. Der Bundestag hat heute die Reform der Notfallversorgung beschlossen. Für Leitstellen und beteiligte Einrichtungen stellt sich vor dem Anschluss die Frage, welche Gesundheitsangaben beim Empfänger ankommen und wer sie dort lesen darf. Der Beschluss belegt noch keinen bundesweiten technischen Start.
Zum ausführlichen Artikel über die Weitergabe von Notrufdaten
Spionage per Werbeanzeige auch auf dem Diensthandy?
Eine präparierte Anzeige kann ein Gerät angreifen, ohne dass jemand sie anklickt. Das Citizen Lab hat heute eine Untersuchung zu einem solchen Spionageweg veröffentlicht. Die dokumentierten Angriffe liegen zurück; eine neue Infektionswelle wird damit nicht belegt. Der Fall betrifft auch die europäische Werbebranche und die Absicherung betrieblicher Geräte. Werbeblocker können die Angriffsfläche verringern, erfassen aber nicht automatisch sämtliche Apps auf einem Diensthandy.




